Was ist die Gemeinwohlökonomie? Um diese Frage zu beantworten, fand am Freitag, den 8. Mai ein Workshop an der Volkshochschule in Heilbronn statt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann auch schon an die inhaltlichen Themen.
Gegründet wurde die Gemeinwohlökonomie von Christian Felber. Freier Publizist, Autor und Referent zu Wirtschafts- und Gesellschaftsfragen.
Ziele der Gemeinwohlökonomie
Wichtiges Ziel der Gemeinwohlökonomie ist ein Werte-Wandel in der Wirtschaft. Kooperation und Gemeinwohlstreben sollen zentrale Werte der Wirtschaft sein. Werte, die persönliche Beziehungen gelingen lassen, sollen auch für die Wirtschaft gelten. Es wird auch weiterhin „gesunden“ Wettbewerb geben, und Unternehmen werden Gewinn erwirtschaften, dies soll jedoch nicht mehr das ZIEL des Wirtschaftens sein.
Die Gemeinwohlökonomie soll einen Ausgleich schaffen zwischen privaten Interessen und den Interessen er Allgemeinheit.
Private Interesse – Interessen der Allgemeinheit
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Kommunismus: Extreme Einschränkung der Freiheit für das (vermeintliche) Wohl der Allgemeinheit. „Zentralkommitee“ = Scheindemokratie |
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Kapitalismus: „The winner takes it all“ „Finanzoligarchie“ = Scheindemokratie |
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Gemeinwohlökonomie: Balance zw. Privat- und Gemeinwohl (Grundregeln basisdemokratisch festgelegt) GWÖ = Echte Demokratie |
Die Ideen sind nicht neu!
Dabei sind die Ideen hinter der Gemeinwohlökonomie nicht neu. Schon im deutschen Grundgesetz heißt es, dass der Gebrauch von Eigentum dem Allgemeinwohl dienen soll. Sogar in der U.S. Verfassung ist die Rede von „general welfare“ (Gemeinwohl). Neu ist hingegen das konkrete Konzept und das immer weiter wachsende Interesse an den Themen dahinter. Nach Jahrzehnten der immer weiter wachsenden sozialen und wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten sehnen sich immer mehr Menschen nach einer Alternative.
Prominente Unterstützer
Die Gemeinwohlökonomie bietet viele neue Impulse (z.B. ein mögliches Siegel für Nachhaltigkeit für Produkte) und hat mittlerweile auch viele bekannte Unterstützer wie den Hirnforscher Gerald Hüther, den Musiker Konstantin Wecker oder den attac-Gründer Sven Giegold. So langsam beginnen sogar große und bekannte Unternehmen damit sich der Gemeinwohlökonomie anzuschließen, in dem sie eine Gemeinwohlbilanz erstellen und veröffentlichen. Beispiele dafür wären die Sparda Bank München und die TAZ.
Von links nach rechts: Gerald Hüther, Konstantin Wecker, Sven Giegold
Helfe auch du bei der Etablierung einer Wirtschaft, die immer stärker nach Prinzipien der Kooperation funktioniert, bei der Mensch und Umwelt im Mittelpunkt stehen! Sei du die Veränderung in der Welt, die du dir selber wünschst! Kontaktiere uns als Regionalgruppe Heilbronn und besuche uns bei einem unserer regelmäßigen Treffen.
Download der Präsentation
Die Unterlagen aus unserer Veranstaltung an der VHS Heilbronn findet ihr hier: